Zurück Zu Papa


Wie bin ich darauf gekommen, dieses Buch schreiben zu wollen? Ich bin passionierte Mama von 4 entzückenden, aber auch manchmal sehr anstrengenden Kindern (zwischen 5 und 14 Jahren) und verheiratet mit dem besten Ehemann der Welt (Kishon lässt grüssen ;) Trotzdem brauchte ich mal eine Auszeit (dichterische Kunstpause beim lesen bitte hier einlegen) und zwar nicht irgendeine Auszeit (bitte hier auch noch mal eine Kunstpause beim lesen einsetzen) , sondern vielmehr eine stille Auszeit (Ausrufezeichen!). Ich erhoffte mir, in dieser Zeit neue Impulse zu erhalten und zwar nicht von irgendjemanden, nein! wer solches denkt, der kennt mich schlecht, sondern von keinem geringeren als von Gott persönlich!

Hoher Anspruch ich weiss, ich weiss… Dabei bin ich aber nicht mit ausgereiften, diffizilen Wünschen oder Erwartungen ins Wochenende gestartet, sondern war vielmehr in einer offenen Haltung. Nach dem Motto: Ich nehm, was ich kriege. Man könnte auch sagen: verpeilt. Positiv ausgedrückt: nicht einschränkend.

Normalerweise kann ich mich, wenn ich könnte, ein ganzes Wochenende oder auch länger, in mein Zimmer verkriechen und happy damit sein, aber da ich einen Ort gewählt hatte, der hinterm Haus und um das Haus herum und eigentlich überall wo man hinschaute, oder auch nicht hinschaute, Wege hatte, die man bespazieren konnte, musste auch ich rausgehen und die Natur geniessen. Es war der 18. Juni; das Jahr lassen wir jetzt weg, sonst wisst ihr, (folgendes bitte mit walischem Akzept lesen:) wiiiie laaaangeee iiiich aAn dIeSöÖm BuUch geschriIiIiebeEen haaaböööö. Was auch nicht weiter wild wäre, aber ich wollte mal was auf walisch schreiben.

Ich ging also spazieren und liess mein glückliches inneres Kind frei laufen. Als ich ganze 5 Minuten gelaufen war und mir niemand auf dem Weg begegnete, wurde ich mutig und fing an laaaauut…zu hüpfen (??? Spass ;), nein, natürlich laut zu singen. Ich dankte, lobte, pries und betete Gott an. In einer Sing- und Hüpfpause begegnete mir ein Regenwurm = Milo, der da den Weg hinaufkroch.

Das Wetter war perfekt für Regenwürmer. Es hatte geschätzte 18-20 Grad, leicht bewölkt und in der Nacht zuvor hatte es geregnet, so dass die Wege teilweise noch feucht waren, bzw. Rinnsale die Wege runterflossen. In einem dieser Rinnsale kroch Milo. Ich sah unweigerlich den Weg hinauf und stellte fest, dass der Weg weiter oben trocken wurde. Das teilte ich Milo mit: „Du, weiter oben wird es schwerer für dich voran zu kommen, weil der Weg trocken wird, aber gib nicht auf, kurze Zeit später wird der Weg wieder feuchter.“ …Nein, ich redete natürlich NICHT mit dem Regenwurm, aber diese Gedanken gingen mir durch den Kopf. Und ich hatte diesen klaren Moment, alles war von einer Sekunde auf die nächste, glas klar! Ich sah praktisch, was auf dem zukünftigen Weg des Regenwurmes passieren würde, aber der Regenwurm noch nicht. UND BAM! Ich hatte eine Epiphanie: „Gott sieht auch, was vor uns liegt, wir müssen, können, dürfen auf ihn hören und er führt uns durch trockene Zeiten. Er kennt sogar unsere Vergangenheit und Gegenwart. Und wenn wir mal vom Weg abkommen, können wir immer wieder zurück zu ihm kommen, er wird uns nie zurück weisen! Zurück zu Papa eben. Louis verkörpert unsere Seele und unseren Kopf, Mama ist die Vermittlerin, Milo stellt uns mal aus einer anderen Perspektive dar und Papa ist nicht nur Louis irdischer Papa, sondern Synonym auch für unseren himmlischen Papa.


 





WER BITTET, DEM WIRD GEGEBEN